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Ausbildungsbetrieb werden

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Betrieb in die Ausbildung investieren sollte:

  • Positives Signal gegen aussen
  • Positive Wirkung intern 
  • Berufsnachwuchs mit praktischen Erfahrungen
  • Mitverantworten und Mitgestalten
  • Erhalten einer bewährten Tradition 

So klappt's:

1. Motivation 

Betriebsintern abklären, ob die Motivation für eine Ausbildungstätigkeit vorhanden ist.

2. Geeignete berufliche Grundbildung auswählen

In welchem Beruf kann ausgebildet werden? Grundinformationen liefern die einzelnen Bildungsverordnungen und die Berufsbeschreibungen. Alle Informationen zu den Kunststoffberufen finden Sie auf unserer Website.

Auftauchende Fragen zu Berufen in der Kunststoffbranche können Sie auch mit einer Expertin oder einem Experten von KUNSTSTOFF.swiss, vom Berufsbildungsamt oder mit einem erfahrenen Lehrbetrieb klären. 

3. Berufsbildner/in werden

Die Firma bestimmt die Person, die für die Ausbildung verantwortlich ist, und meldet sie für den entsprechenden Kurs oder die entsprechende Ausbildung zum Berufsbildner/zur Berufsbildnerin an. 


Voraussetzungen: 

Um in einem Lehrbetrieb als verantwortliche Berufsbildnerin oder verantwortlicher Berufsbildner tätig sein zu können, müssen Berufsleute neben den erforderlichen fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen auch über eine berufspädagogische Qualifikation verfügen. Diese kann wie folgt erworben werden:
 
  • Bildung für Berufsbildner/innen (BBB) im Umfang von 100 Lernstunden (eidg. anerkanntes Diplom)
  • Kurs für Berufsbildner/innen in Lehrbetrieben (KBB) im Umfang von 40 Kursstunden (kantonaler, eidg. anerkannter Ausweis)

Die Bildung der Berufsbildner/innen ist im Rahmenlehrplan für Berufsbildungsverantwortliche definiert. Die Inhalte der berufspädagogischen Ausbildung sind nicht berufsbezogen. Sie betreffen methodisch-didaktische und führungsspezifische Grundlagen für die Ausbildung von Jugendlichen.
 

4. Bildungsbewilligung

Wer Lernende ausbilden möchte, braucht eine Bildungsbewilligung. Diese wird vom Kanton erteilt.

Diese Abklärungen braucht es vorab:

  • Einholen von Informationen über den gewünschten Lehrberuf (für Kunststoffberufe bei KUNSTSTOFF.swiss) oder bei der zuständigen Berufsinspektorin bzw. beim zuständigen Berufsinspektor.
  • Im Betrieb abklären, wer sich als Berufsbildnerin/Berufsbildner eignet, und wie der Ausbildungsablauf und der produktive Einsatz aussehen könnten.

Nach diesen Abklärungen kann ein Gesuch beim Kanton eingereicht werden.

Eine Berufsinspektorin oder ein Berufsinspektor prüft bei einem Besuch im Betrieb, ob die Voraussetzungen für das Ausbilden erfüllt sind. Ist dies der Fall, erteilt das Mittelschul- und Berufsbildungsamt die Bildungsbewilligung.

Gesetze Berufsbildung